Die Regierung will bis 2016 über drei Millionen Peruaner aus der Armut holen – Interview mit dem Botschafter von Peru S.E. José Antonio Meier Espinosa


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Die Regierung will bis 2016 über drei Millionen Peruaner aus der Armut holen – Interview mit dem Botschafter von Peru S.E. José Antonio Meier Espinosa

Edelmetalle und Armut – gelegen am Pazifischen Ozean ist Peru ein Land voller Gegensätze. Mit immensen Vorkommen von Gold, Silber und Kupfer ist der Andenstaat reich an Bodenschätzen und weltweit einer der größten Produzenten dieser Rohstoffe. Trotz seines Wirtschaftswachstums von 8,8 Prozent gehört das Land der Inka zu den ärmsten Staaten Südamerikas. Im Interview mit dem Diplomatischen Magazin, Partner von IFAIR e.V., sprach Botschafter S.E. José Antonio Meier Espinosa über Strategien zur Armutsbekämpfung, Diversifizierung und den Investitionsstandort Peru.

Exzellenz, Peru ist ein Land mit einem großen Anteil indigener Bevölkerung. 44 Prozent der Einwohner sind Mischlinge, etwa 31 Prozent indianischer Abstammung. Was bedeutet dies für die nationale Identität?

Es stimmt, dass Peru ein multi-ethnisches Land ist. Jedoch bedeutet dies nicht, dass wir keine nationale Identität hätten oder es uns aufgrund dieser Vielfalt schwer fiele, eine zu bilden. Ganz im Gegenteil, die unterschiedlichen Merkmale der einzelnen peruanischen Regionen sind sehr wichtig. Unsere nationale Identität ist ein sich ständig weiterentwickelndes Konzept. In der Vergangenheit haben sich Einflüsse aus der Andenregion mit europäischen, asiatischen und afrikanischen Einflüssen vermischt. Eine nationale Identität verlangt schließlich nicht, dass wir alle auch identische Wesen sein müssen. Wir müssen uns der Vielfalt bewusst werden und einen Vorteil aus ihr ziehen. Ich kann mit großer Zuversicht sagen, dass sich alle Peruaner ihrer Geschichte, ihrer Zugehörigkeit zu Peru und der gemeinsamen Zukunft bewusst sind.

Rund zweieinhalb Millionen peruanische Staatsbürger leben durch anhaltende Auswanderung im Ausland, vor allem in den USA, Europa und Japan. Wie soll hier gegengesteuert werden?

Die gegenwärtige Abwanderung ist Teil des Globalisierungsprozesses. Unser Außenministerium sieht hier viele Handlungsmöglichkeiten. Die Regierung soll ein gutes Umfeld für Investitionen schaffen. Daraus werden mehr Arbeitsplätze resultieren. Dann müssen Peruaner nicht mehr ihr Heimatland verlassen, um ihren Familien ein besseres Leben bieten zu können. Ebenso wichtig sind jedoch Strukturreformen für ein besseres Bildungs- und Gesundheitswesen. Nur mit staatlicher Unterstützung lassen sich gute Lebensbedingungen schaffen. Des Weiteren muss die Regierung die Menschenrechte der Peruaner im In- und Ausland schützen und verteidigen. Unser Außenministerium ist fest entschlossen, dies zu tun. Wir haben ein Netz von Konsulaten, sowohl Honorar- als auch Generalkonsulaten, die Schutz und Unterstützung bieten. Zur gleichen Zeit geben diese konsularischen Vertretungen Informationen über die Maßnahmen, die die peruanische Regierung für Rückkehrwillige eingeleitet hat. Wir haben zum Beispiel ein Gesetz zur Schaffung von Migrationsanreizen eingeführt. Es gewährt jenen, die endgültig nach Peru zurückkehren möchten, viele Vorteile, beispielsweise Steuerfreiheit für Haushaltswaren und handwerkliche Ausrüstung. Das heißt, die peruanische Regierung stellt rechtliche Mittel für Staatsangehörige im Ausland bereit, die ihre Arbeit dort beenden und nach Peru zurückkehren möchten, um wieder mit ihren Familien vereint zu werden oder um einen neuen wirtschaftlichen Weg in ihrer Heimat einzuschlagen. Wir arbeiten diesbezüglich auch eng mit dem Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung in Deutschland zusammen. Es unterstützt ausländische Experten, die in Deutschland leben und arbeiten, bei der Rückkehr in ihr Heimatland. Dafür ist die Arbeitsgemeinschaft „Centrum für Internationale Migration und Entwicklung“ (CIM) verantwortlich, die zur „Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit” (GIZ) gehört. Dank des CIM kommen viele gut ausgebildete peruanische Experten zurück.

Im Regenwald an der Grenze zu Ecuador leben rund 15 bisher nicht kontaktierte Indianergruppen, die einen international anerkannten Rechtsanspruch auf Isolierung besitzen. Die Indianerorganisation Asociación Interétnica de Desarrollo de la Selva Peruana fordert die Einrichtung einer Schutzzone. Ist das in Peru denkbar?

Das Wohlergehen der isolierten Stämme, die im Regenwald leben, hat höchste Priorität für die peruanische Regierung. Sie erkennt ihre Rechte voll an, denn ihre Kultur ist Teil unserer Tradition. Die peruanische Regierungspolitik möchte im offenen Dialog mit den indigenen Vereinigungen einen gemeinsamen Weg finden und die Stämme vor Gefahren, wie illegalem Bergbau, Rauschgifthandel und Holzschmuggel schützen.

Peru ist reich an Bodenschätzen, zum Beispiel Gold, Silber und Kupfer. Es gehört weltweit zu den größten Produzenten dieser Rohstoffe. Bei ihrem Export profitiert das Land deutlich von steigenden internationalen Rohstoffpreisen, ist aber auch von ihnen abhängig. Welche weiteren Wirtschaftszweige sollen zukünftig stärker ausgebaut werden?

Während der Marktpreis für Rohstoffe heute sehr hoch ist, kann er schon morgen viel niedriger sein. Die peruanischen Exporte sind teilweise vom Marktpreis abhängig. Aus diesem Grund fördern wir die Diversifizierung unserer Exporte, indem wir private Investitionen in Wissenschaft und Technologie unterstützen. Das wird es uns ermöglichen, den Wert unserer Waren, die wir verkaufen, zu erhöhen. Wir möchten zudem den Anteil an kleinen und mittleren exportierenden Unternehmen steigern. Das Handelsabkommen zwischen Peru und der EU, das noch in diesem Jahr in Kraft treten soll, wird hier ein wichtiges Instrument sein. Wir denken, dass es dann mehr Geschäftsbeziehungen zwischen europäischen und peruanischen Unternehmen geben wird. Aufgrund dieses Abkommens sind die Prognosen für das Wachstum des bilateralen Handels mit Europa hervorragend, ungeachtet der Finanzkrise in der Eurozone. Dies lässt sich insbesondere über die Handelsbilanz mit Deutschland sagen. Deutschland ist Perus wichtigster Handelspartner in der EU und nach der Schweiz der zweitwichtigste auf dem europäischen Kontinent. Wir exportieren nicht nur Rohstoffe nach Deutschland, sondern auch andere Produkte. Derzeit entwickeln wir unseren Export im Agrarbereich, in der Chemie und der Fischerei sowie in der Holz-, Textil-, Schmuck- und Papierindustrie. Des Weiteren bauen wir unsere Produktion von Feinblechen, Metallfolien und weiteren Erzeugnissen der Eisen- und Stahlindustrie weiter aus.

Ausländische Investoren sollen das Wirtschaftswachstum ankurbeln und Arbeitslosigkeit und Armut bekämpfen. Was macht ihr Land interessant?

Peru ist eine repräsentative Demokratie mit solider makroökonomischer Politik und stabilen rechtlichen Rahmenbedingungen. Dadurch hatten wir im letzten Jahrzehnt ein anhaltendes Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von über sechs Prozent. Dieses Wachstum basiert auf Haushaltsdisziplin, Förderung von Freihandel, Investitionen sowie dem Ausbau des Binnenmarktes, der für einen Zuwachs der Beschäftigungsquote sorgte. Trotz des enormen Ausmaßes der internationalen Krise ist Perus Wirtschaftstätigkeit 2010 um 8,9 Prozent und 2011 um 6,9 Prozent gestiegen. Mein Heimatland verfolgt eine Politik der Handelsliberalisierung, verfügt über ein großes Netz von Freihandelsabkommen und genießt bevorzugten Marktzugang nach Kanada, China, Korea, Mexiko, Thailand, Japan, Chile, Kuba, Singapur, in die USA, die Andengemeinschaft den Mercosur und die Europäische Freihandelszone. Gemeinsam mit acht weiteren Mitgliedern der Asiatisch-pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit APEC verhandeln wir über den Aufbau einer transpazifischen Freihandelszone. Dieses Jahr werden voraussichtlich vier weitere Abkommen in Kraft treten, eines davon mit der EU. All dies macht Peru zu einem hervorragenden Standort für ausländische Investoren, nicht nur im Rohstoffbereich, sondern auch in den Bereichen Dienstleistungen, erneuerbaren Energien, Wasserressourcen und Infrastrukturen.

Peru zählt trotz der positiven Wirtschaftsdaten mit einem Wachstum von 8,8 Prozent zu den ärmsten Staaten Südamerikas. Ein Drittel der Menschen lebt in Armut. Die Arbeitslosigkeit ist immens hoch. Woran liegt das? Wie kann hier Abhilfe geschaffen werden?

Es stimmt, dass Peru große Erfolge bei Wirtschaftswachstum und Infrastrukturentwicklungen vorweisen kann. Ich würde nicht sagen, dass die Arbeitslosigkeit in Peru extrem hoch ist. Berechnungen der „Internationalen Arbeitsorganisation“ belegen, dass die Arbeitslosenquote 2011 bei acht Prozent lag. Diese Zahl ist zwar hoch, aber deutlich kleiner als in anderen Entwicklungsländern und die Tendenz ist sinkend. Es stimmt ebenso, dass Teile der Bevölkerung unzufrieden sind und glauben, sie würden nicht vom Wirtschaftswachstum profitieren. Für unsere neue Regierung liegt die größte Herausforderung daher darin, dass Wirtschaftsmodell zu verbessern und eine stärkere soziale Integration zu fördern. Ihre Anstrengung richtet sich darauf, die Versorgung der ärmsten Teile der Bevölkerung zu sichern. Dies beinhaltet, dass ihre Bedürfnisse und Ambitionen berücksichtigt und soziale Konflikte gelöst werden. Wenn wir die Statistiken genauer betrachten, sehen wir, dass die Armut in Peru von 54,8 Prozent 2001 auf 30 Prozent 2011 gesunken ist. Die Regierung will bis 2016 über drei Millionen Peruaner aus der Armut holen und so eine Armutsrate erzielen, die unter 20 Prozent liegt.

Der Bergbau bringt Probleme mit sich. Er wird nicht durch ein großes Unternehmen zentral gesteuert, sondern Hunderte von Glücksrittern und zwielichtigen Unternehmern betreiben Bergbau. Rund 100.000 Menschen arbeiten nach offiziellen Schätzungen landesweit im illegalen Bergbau-Sektor und verursachen verheerende Umweltschäden. Sie erwirtschaften bis zu 600 Millionen US-Dollar pro Jahr, von denen Land und Bevölkerung nichts abbekommen. Wäre schärfere Kontrolle eine Lösung?

Der illegale Bergbau ist ein globales und nicht nur ein peruanisches Problem. Der Bergbau ist zum großen Teil für unser Wirtschaftswachstum verantwortlich. Wir brauchen eine vernünftige Politik, um dieses Potential weiternutzen zu können. Bei den großen Konzernen respektiert unsere Regierung die gesetzlichen Regelungen für die Investitionen, erwartet aber auch soziale Verantwortung von ihnen, genau wie von den kleinen und mittleren Unternehmen. Die Regierung betrachtet das Bergbauproblem aus verschiedenen Blickwinkeln, um eine Lösung zu finden. Neben strengeren Kontrollen, setzt sie in erster Linie auf den Dialog. Unsere Regierung hat mehrere Treffen mit Vertretern des illegalen Bergbausektors organisiert, um die Situation zu klären. Dieses Vorgehen brachte in den Regionen Puno und Madre de Dios große Erfolge. Dort gibt es eine Vielzahl von illegalen Abbaugebieten. Darüber hinaus arbeitet das Energie-, Umwelt- und Industrieministerium derzeit an einem Landnutzungsplan, das dem öffentlichen Sektor ermöglicht, unser ganzes Territorium in wirtschaftliche, urbane und geschützte Gebiete aufzuteilen. Dieser Plan wird auch genaue Daten für die regionalen und kommunalen Behörden liefern, um Unternehmern in Zukunft Genehmigungen zu erteilen und Streitigkeiten zu vermeiden.

Eine weitere Herausforderung muss Peru auf dem Energiesektor bewältigen. Analysten zufolge benötigt der Energiesektor in den nächsten fünf Jahren Investitionen von circa einer Milliarde US-Dollar pro Jahr. Was hat die Regierung unternommen, um eine Lösung zu finden?

Die peruanische Regierung ist sich bewusst, dass aufgrund des Wirtschaftswachstums und den Forderungen seitens der Gesellschaft größere Investitionen im Bereich Energie nötig sind. Gleichzeitig wollen wir eine nachhaltige Entwicklung fördern, die auf dem Gleichgewicht zwischen ökonomischer Effizienz, sozialer Gerechtigkeit und Umweltschutz basiert. Es geht darum, die Lebensqualität der Menschen zu verbessern, indem wir verantwortlich und nachhaltig mit den natürlichen Ressourcen umgehen. Aus diesem Grund entwickelt Peru verschiedene Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, insbesondere in der Solar- und Windenergie. Hier setzen wir auf Investitionen aus dem In- und Wir wollen unsere Energiematrix bis 2021 diversifizieren und dabei die Möglichkeiten nutzen, die jede peruanische Region seiner Bevölkerung bietet.

Auch Korruption ist in Peru ein Thema. Zwischen 10 und 15 Prozent der für Investitionen und Einkäufe bestimmten Haushaltsmittel des Staates gehen dadurch verloren. Eine wichtige Rolle spielt der Drogenhandel. 38 Prozent aller Kokasträucher weltweit werden in Peru angebaut. Ungefähr 85 Prozent des Kokaanbaus sind für die illegale Kokainproduktion bestimmt. Gibt es Maßnahmen, die hier ergriffen werden sollen?

Peru bekämpft den illegalen Drogenhandel und hat dabei große Fortschritte gemacht. Die organisierten, kriminellen Gruppen, die im Rauschgiftschmuggel involviert sind, haben nun größere Schwierigkeiten und tragen höhere Risiken bei ihren Operationen. Dadurch verringern wir das Angebot sowie die Nachfrage nach Drogen und schaffen gute Rahmenbedingungen für legale Aktivitäten, in den durch Kokaanbau geschädigten Gebieten. Peru ist sich bewusst, dass unkoordinierte Einsätze allein das Problem nicht lösen können, auch wenn sie erfolgreich sind. Es sind internationale Anstrengungen nötig, um mit einer übergreifenden Strategie Lösungen zu finden. Diese Strategie sollte über das aktuelle Kontrollsystem hinausgehen, welches in vielen Fällen auf einer Vielzahl an sporadischen Maßnahmen beruht, die wenig zu dem positiven globalen Erfolg beigetragen haben. Aus diesem Grund hat Peru die Initiative ergriffen und eine internationale Konferenz einberufen, an denen Außenminister und die Leiter spezialisierter, nationaler Behörden teilnahmen. Die Konferenz fand am 25. und 26. Juni dieses Jahres in Lima statt. Am Ende der beiden Tage wurde eine Erklärung abgegeben, in der sich die teilnehmenden Staaten auf weitere Anstrengungen zur Verabschiedung konkreter Maßnahmen gegen den Drogenhandel einigten.

Durch die Industrialisierung ziehen Lima und andere große Städte Menschen aus dem ganzen Land an. Diese kommen oft mit falschen Hoffnungen in die Großstädte und landen schließlich in den Randgebieten. Die Folgen sind besonders für die Kinder verheerend. Nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes leben oder arbeiten mehr als 200.000 Kinder auf den Straßen von Lima. Was wird dagegen unternommen?

Die Menschen, die wenig Mittel haben, stehen auf der Prioritätenliste der peruanischen Regierung. Sie setzt daher auf ökonomisches Wachstum mit sozialer Teilhabe. Hier sollte auf die Schaffung des Ministeriums für Entwicklung und soziale Eingliederung hingewiesen werden. Das Ministerium hat soziale Programme für die Reduzierung von Armut, Ungleichheit und sozialem Risiko eingeführt. Es gibt ein neues Rentenprogramm, das Menschen über 65 Jahre, die in extremer Armut leben, einen finanziellen Zuschuss gewährt sowie ein Programm, das in den ärmsten Gebieten des Landes Essen, Betreuung, Bildung und eine umfassende Gesundheitsversorgung für die Kinder garantiert. Die peruanische Regierung wird sich auch weiterhin darum bemühen, die extreme Armut zu bekämpfen. Die Priorität liegt darin, Kinder von den Straßen zu holen und ihnen heute und in Zukunft neue Lebensqualität zu geben.

Aufgrund der Arbeit gehen viele Kinder nicht in die Schule. Nach offiziellen Zahlen beträgt die Analphabetenrate zwischen 10,5 und 15 Prozent der Bevölkerung. Gibt es Programme, um dies zu ändern?

Ich möchte an dieser Stelle gern die Zahlen näher erläutern. Nach offiziellen Angaben gab es in Peru 2011 wenig Analphabetismus, da die Analphabetenrate bei 2,8 Prozent lag. Wir sind stolz darauf, da sich in dieser Zahl auch unsere Verpflichtung gegenüber den Milleniumszielen widerspiegelt. Nichtsdestotrotz wird die peruanische Regierung auch in Zukunft daran arbeiten, selbst in den entlegensten Gegenden des Landes Bildung zu garantieren.

Der Tourismus wird für den internationalen Austausch für Peru immer bedeutender. Was mögen Urlauber an Ihrem Land besonders?

Urlauber können in Peru aus einer Vielzahl von Angeboten wählen. Die meisten Besucher sind sehr von unserer Kultur und Geschichte fasziniert. Machu Picchu und die Stadt Cusco sind unsere Hauptattraktionen. Aber es gibt noch viel mehr zu entdecken. Überall im Land sind archäologische Stätten, die von der Kunst, den Bräuchen, Ritualen und dem Können großer Kulturen erzählen. Touristen können Zeugnisse der letzten 10.0000 Jahre in 180 Museen und historischen Einrichtungen erleben. Darunter befinden sich beeindruckende Funde aus präkolumbianischer Zeit. Doch auch Perus Natur ist einzigartig. Die biologische Vielfalt und die Landschaft machen die Amazonasregion zu einem beliebten Reiseziel für jene, die nach Abenteuer suchen. Doch auch unsere Nationalparks in den Anden und unsere Küste ziehen Abenteurer an. Von den 104 auf unserem Planeten existierenden ökologischen Zonen findet man 84 in Peru. Nahezu 20 Prozent der weltweiten Vogelarten und 10 Prozent der Reptilienarten leben in Peru. 13 Prozent der Fläche des Landes ist daher zum Schutzgebiet erklärt worden. Ein weiterer Grund, nach Peru zu reisen, ist die Gastronomie. Unsere zahlreichen regionalen Küchen zeichnen sich durch ihre große Vielfalt an Gerichten, Produkten und Mixturen aus. Es gibt landesweit über 40.000 Restaurants, die die einzigartige Mischung aus europäischer, arabischer, chinesischer, afrikanischer und japanischer Küche widerspiegeln. Das Resultat: Besondere Aromen machen die peruanische Küche zu einer der besten und vielfältigsten der Welt. Es gibt viele weitere Gründe, Peru zu besuchen. Es heißt, dass es für jeden Menschen ein anderes Peru gibt. Sie müssen nur danach suchen. Wir helfen Ihnen, es zu finden.

Text: Diplomatisches Magazin, Beate Baldow

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