Memory as a Tool of Change

  • Brandenburger Tor

Deutsch-Russischer Studienaustausch zu Erinnerungskultur

Angesichts der Krise der europäisch-russischen Beziehungen erscheint zivilgesellschaftlicher Austausch wichtiger denn je. Durch direkten Austausch kann eine “Volksdiplomatie” (Lew Kopelew) etabliert werden, die in Deutschland und Russland nachhaltige Veränderungen erzielt und die traditionell freundschaftliche Verbindung beider Regionen wiederherstellt.

Worum geht es bei dem Projekt?

Im Geiste dieses Gedankens laden wir jeweils 13 Studierende aus Russland (Chanty-Mansjisk) und Deutschland ein, sich mit Erinnerung, Verantwortung und Zukunft zu beschäftigen. Wie wird in Deutschland an die Verbrechen des Nationalsozialismus erinnert? Welche Erinnerungskulturen herrschen in Deutschland und Russland vor und welche blinde Flecken existieren bis heute? Diese Fragen werden unter dem Arbeitstitel “Memory as a tool of change: lessons learned from Germany” bearbeitet. Im Rahmen des elftägigen Programms (01.03. bis 11.03.2016) beschäftigen wir uns mit der politischen Aufarbeitung von National-sozialismus und Stalinismus und führen die russischen Studierenden an die deutsche Erinnerungskultur heran.

Während der ersten Veranstaltungswoche nehmen die Studierenden beider Länder an Führungen in Berlin und einer zweitägigen Veranstaltung an der Europa-Universität Viadrina teil. Das gemeinsame Programm wird mit einer Paneldiskussion über die Verbindung zwischen Erinnerungs- und Außenpolitik am 07.03.2016 abgeschlossen. Die russischen Studierenden vertiefen in der zweiten Woche ihre Kenntnisse durch eine Exkursion zur Gedenkstätte Sachsenhausen.

Was wollen wir mit diesem Projekt erreichen?

Wir gehen der Frage nach, wie sich die deutsche Erinnerungskultur auf Vertreibung und GULag in Westsibirien übertragen lassen könnte. Zudem werden die blinden Flecken deutscher Aufarbeitung thematisiert und ein Blick auf die Verbrechen der GULag geworfen. Da der lebhafte Austausch im Vordergrund steht, werden die russischen Gäste der Universität Jugra bei Studierenden und Interessierten in Berlin untergebracht. Durch gemeinsame Ausflüge, teilnehmer-geleitete Vortragsabende und begleitendes Kulturprogramm besteht genügend Raum zum Kennenlernen.

Mitglieder der Impact Group

Projektkoordinatoren

Tom Reutemann tom.reutemann@ifair.eu
Evgenija Kröker evi.kroeker@ifair.eu

Regionalleiter

Malvin Oppold malvin.oppold@ifair.eu

Aktueller Status:

Status: Wir freuen uns über Bewerbungen bis zum 11. Februar 2016

Wer unterstützt uns?

Universität Yugra viadrina logo Wintershall
Wir sind dankbar für die Unterstützung der staatlichen Universität Jugra (Chanty Mansijsk), der Europa-Universität Viadrina und der Wintershall Holding GmbH.