Jahresbericht 2020: Ein Jahr zwischen Herausforderungen und neuen Perspektiven

Jahresbericht 2020: Ein Jahr zwischen Herausforderungen und neuen Perspektiven

Es ist fast immer unmöglich, ein vergangenes Jahr mit nur einem Wort angemessen zu betiteln. Das Jahr 2020 aber, und dem würden wohl viele Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt zustimmen, trägt den Titel: Corona-Pandemie. Ereignisse wie die Tötung des iranischen Kommandeurs Soleimani, die Explosion im Beiruter Hafen, die Terroranschläge in Wien oder die Vergiftung Alexej Nawalnys verblassen im Rückblick auf ein Jahr im Ausnahmezustand – zwischen Lockdowns, Corona-Hilfspaketen, Hoffnung auf Impfstoffe und vor allem: vielen Kranken und Verstorbenen, Ängsten, Stillstand und Social Distancing. Die Pandemie hat globale Ungleichheiten einmal mehr offen gelegt und verschärft. Auch gesellschaftliche Spaltung und Polarisierung haben weltweit zugenommen. Im Zusammenhang mit der Pandemie haben Verschwörungstheorien und Desinformation Ausmaße angenommen, die konstruktive Diskussionen und Dialog zwischen verschiedenen Perspektiven schwierig bis unmöglich machen. Und doch hat das Jahr auch positive Entwicklungen angestoßen. Hierbei sticht vor allem die durch den Tod George Floyds ausgelöste Black Lives Matter-Bewegung heraus, welche nicht nur das Thema Rassismus nachhaltig prägte, sondern es vor allem (zurück) in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rückte – auch über die Grenzen der USA hinaus. Es bleibt zu hoffen, dass 2021 nicht nur den Rassismus-Diskurs weiterführt, sondern auch spürbare Veränderungen und Verbesserungen mit sich bringt.

Auch von uns als IFAIR verlangte die Pandemie Kreativität, Flexibilität und in Teilen auch Stillstand. Einige unserer Projekte sind on hold, und auch unser jährliches Treffen mussten wir verschieben. Wir blicken trotzdem positiv ins neue Jahr und hoffen alle Projekte weiterzuführen. An dieser Stelle ist noch zu erwähnen: All unsere Aktivitäten und Erfolge wären ohne die Unterstützung verschiedener Institutionen und Personen nicht möglich. Daher möchten wir diese Gelegenheit auch nutzen, um allen Menschen, die uns bisher unterstützt haben, unseren herzlichsten Dank auszusprechen.

 

Unsere Highlights 2019:

  • Wir freuen uns darüber, dass wir zum dritten Jahr in Folge mehr neue Mitglieder zählen, die nicht aus Deutschland kommen.
  • Wir haben insgesamt acht neue Mitglieder in unserem Kernteam willkommen geheißen.
  • Inmitten der Corona-Pandemie haben wir mit unserer „IFAIR Series in Times of Corona“ einen „Call for Articles“ gestartet. Die eingegangenen Kommentare, Perspektiven und Analysen über die Pandemie aus verschiedenen Regionen der Welt haben wir in unserem Think Tank publiziert.
  • Happy Birthday, IFAIR! Anlässlich unseres 10-jähirgen Jubiläums haben wir die Gründung von IFAIR mit einer Zeitreise gefeiert, bestehend aus Artikeln und kurzen Interviews mit IFAIR Alumni. So haben wir nicht nur IFAIRs Entwicklung als Organisation illustriert, sondern auch Zukunftsperspektiven für die kommenden Jahre präsentiert.
  • Im August haben wir im Rahmen der Lateinamerika-Wochen in unserem Think Tank alle Analysen und Publikationen veröffentlicht, welche im Rahmen der erfolgreichen Impact Group LACALYTICS II verfasst wurden.
  • Mit „IFAIR Hot Seat“ haben wir unsere eigene Podcast-Reihe gestartet. Sie hat das Ziel, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, PolitikerInnen, AkademikerInnen und JournalistInnen zu interviewen, gemeinsam brandaktuelle weltpolitische Themen zu diskutieren und zu verstehen, was es bedeutet, im Bereich der internationalen Beziehungen tätig zu sein.
  • Wir haben die Impact Group „Zukunft des internationalen Währungssystems“ gegründet und angefangen, Mitglieder für das Projektteam zu rekrutieren. Das Ziel des Projektes ist die Entwicklung eines Online-Tools, um das Verständnis über zentrale Strukturen im internationalen Währungssystem der interessierten Bevölkerung zugänglich zu machen.

Weitere Informationen über unsere Highlights, Projekte und neuen Team-Mitglieder findet ihr in unserem Jahresbericht 2020: Ein Jahr zwischen Herausforderungen und neuen Perspektiven.

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